Hardy Bouillon
Gerechtes Glück
Gerechtes Glück
Eine Taxonomie der Theorien sozialer Gerechtigkeit
| Verlag | buchausgabe.de |
| Erscheinungsjahr | 2020 |
| ISBN | 9783942239189 |
| Seiten | 263 |
| Einband | Softcover |
| Sprache | deutsch |
| Herausgeber | ECAEF European Center for Austrian Economics Foundation |
| Zustand | Neuware |
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Dürfen materielle Ressourcen staatlich umverteilt werden, nur weil sie das Glück des Empfängers mehren, ohne dem Geber angeblich wehzutun? In dieser scharfsinnigen Untersuchung im Schnittfeld von Glücksökonomie und Gerechtigkeitsphilosophie hinterfragt Hardy Bouillon eine hochaktuelle und brisante These unseres Zeitgeists.
Mithilfe einer systematischen Taxonomie der Theorien sozialer Gerechtigkeit legt der Philosoph die logischen Unzulänglichkeiten offen, die sich hinter der populären Forderung nach einem staatlich verordneten „gerechten Glück“ verbergen. Ein unverzichtbares Werk für Ökonomen, Philosophen und alle Leser, die die Arbeiten von Hardy Bouillon tiefergehend ergründen möchten. Erschienen in der Reihe „ECAEF Studien zur Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung“, Band XII.
Glücksökonomie auf dem Prüfstand der formalen Gerechtigkeit
Die zentrale Stärke dieses Buches liegt in seiner analytischen Demontage moderner Umverteilungsargumente. Bouillon zeigt präzise auf, warum die philosophische Verknüpfung von ökonomischem Wohlbefinden und sozialer Gerechtigkeit auf falschen Prämissen beruht. Er seziert den Sündenfall einer Politik, die versucht, das subjektive Glück der Bürger zu steuern. Für tiefergehende ökonomische Analysen dieser Art bietet das Werk wichtige Schnittpunkte zur Österreichischen Schule der Nationalökonomie.
Die Unzulänglichkeit des Sozialstaats und die Rettung durch Philanthropie
Bouillon belässt es jedoch keineswegs bei einer reinen Theoriekritik. Im finalen Teil des Werkes liefert er einen wegweisenden, konstruktiven Lösungsansatz: Er zeigt auf, wie das Streben nach einer gerechteren Gesellschaft ohne staatlichen Zwang gelingen kann – nämlich durch eine konsequente Rehabilitierung der Philanthropie und des freiwilligen bürgerlichen Engagements. Damit leistet das Buch einen wertvollen Beitrag zur ethischen Debatte über die verfassungsmäßigen Grenzen des Wohlfahrtsstaates.
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